VERANSTALTUNGSHINWEIS

Eine Online-Diskussion des PROJEKT A4 anlässlich des Internationalen Männertages
2020
Datum: Fr, 06.11.2020 Zeit: 15:00 – 17:00 Ort: Videoplattform Zoom

Männliche Gewalttäterschaft gilt als „normal“. Weniger bekannt hingegen ist, dass sich die
mehrheitlich von Männern ausgeübte Gewalt auch überwiegend gegen Männer selbst richtet.
Männer werden überdurchschnittlich oft zu Opfern von Gewalt und diese widerfährt ihnen in
nahezu allen Lebensbereichen. Eine Tatsache, die nicht nur von den Betroffenen selbst
verleugnet, sondern auch gesellschaftlich weitgehend ignoriert wird.

„Entweder gilt jemand als Opfer, oder er ist ein Mann.“ Hans-Joachim Lenz

Die Verletzbarkeit (Vulnerabilität) von Männern ist ein Randthema in der Forschung aber auch in der öffentlichen Debatte. Wenn Männer im Zusammenhang mit Gewalt in Erscheinung treten,
dann vor allem, wenn sie selbst zu Tätern geworden sind. Die eigene Verletztheit muss ein
Mann klaglos wegdrücken können.

Was folgt aus der gesellschaftlichen Ignoranz gegenüber männlicher Verletzbarkeit? Welchen
Umgang mit männlichen Opfererfahrungen braucht es und sind Männer in Sachen Gewaltschutz
benachteiligt?

Darüber diskutieren:

Prof. Dr. Sylka Scholz: Männlichkeitssoziologin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena,
Geschlechterforschung, insbesondere Männlichkeitsforschung und Geschlechterbilder in Ost und Westdeutschland

Hans- Joachim Lenz: Sozialwissenschaftler. Mitbegründer der kritischen Männerforschung,
Mitautor der Pilotstudie „Gewalt gegen Männer in Deutschland“ vom BMFSFJ (2004)

Hagen Bottek: Männertherapeut und Berater beim PROJEKT A4 – Männerberatung in
Thüringen

Moderation: Christian Stadali (Wortwerk Weimar)

Ort: Videoplattform Zoom (Link wird vor der Veranstaltung verschickt)
Datum: Fr, 06.11.2020
Uhrzeit: 15:00 – 17:00 Uhr

Es wird um formlose Anmeldung über info@projekt-a4.de gebeten. Wenige Tage vor der Veranstaltung erhalten Sie den Link zum Zoom-Meeting.

„Mann kann keine Opfer sein – Die gesellschaftliche Ignoranz gegenüber männlicher Verletzbarkeit“ ist eine Veranstaltung des PROJEKT A4. Das PROJEKT A4 ist ein Beratungsangebot für männliche Opfer von häuslicher Gewalt und Stalking in Thüringen. In diesem Zusammenhang leistet das Projekt Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit.

Weitere Informationen unter www.projekt-a4.de

Weiterführende Links:
Prof. Dr. Sylka Scholz
Hans Joachim Lenz
Hagen Bottek (PROJEKT A4)
Christian Stadali (Wortwerk Weimar)

Das PROJEKT A4 wird gefördert vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit,
Frauen und Familie. Trägerverein ist der VEREINT gegen Gewalt e.V.
Für weitere Fragen steht Ihnen gern zur Verfügung:
Constance Kühn
Projekt A4
Tel: 0151-288 156 18