Herzlich Willkommen beim PROJEKT A4.

Gewalt in engen sozialen Beziehungen betrifft viele Menschen. Auch Männer bilden da keine Ausnahme! Wenn Sie von körperlicher oder psychischer Gewalt in Ihrem sozialen Nahfeld betroffen sind – Sie sind nicht allein! Wir sind da, um Ihnen zu helfen. Unabhängig von Ihrem Hintergrund, Alter, Beruf oder Sexualität sind wir hier, um Sie so gut wie möglich zu unterstützen. Auch bei Stalking durch Ex-Partner/in sind wir Ansprechpartner. Bei uns finden Betroffene Unterstützung und Hilfe.

Projekt A4 – Was wir bieten

Neuigkeiten

Radio OKJ über die Arbeit des PROJEKT A4

Unser Kollege Hagen Bottek gibt Einblicke in unsere Arbeit und erklärt, was es braucht, wenn Männer Gewalt in engen sozialen Beziehungen erleben.  Zum Interview    
offene sprechstunde

PROJEKT A4 mit offener Sprechstunde in Arnstadt

Ab 30. Juli bieten wir jeden letzten Donnerstag im Monat eine offene Sprechstunde im Frauen - und Familienzentrum in der Rankestr. 11 in Arnstadt an. Von Gewalt in Partnerschaft oder Familie betroffene Männer können sich in der Zeit zwischen…

Polizeistatistik Häusliche Gewalt in Thüringen - Bei Senioren zum Teil mehr Männer als Frauen Opfer

Jena, 21.07.2020 Auch Männer werden Opfer häuslicher Gewalt. Das macht die jüngst veröffentlichte Thüringer Polizeistatistik noch einmal deutlich. Bei den über 60-jährigen übersteigt der Anteil der betroffenen Männer in einigen Regionen,…

Unsere Netzwerkpartner

Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz

Bundesfach- und Koordininierungsstelle Männergewaltschutz | Mehr Informationen

Bundesforum Männer

Bundesforum Männer, Interessenverband für Jungen, Männer und Väter | Mehr Informationen

LAG Jungen- und Männerarbeit in Thüringen e.V.

Die LAG Jungen- und Männerarbeit setzt sich für die Interessen von Jungen und Männern im Freistaat ein. Mehr Informationen

Netzwerke gegen häusliche Gewalt in Thüringen

In Thüringen gibt es in zahlreichen Städten und Landkreisen Netzwerke gegen häusliche Gewalt. Das Projekt A4 ist in vielen dieser Netzwerke aktiv.

Projekt A4

Ziel des Projekts ist es, Männern Hilfe zum Schutz oder zur Minderung häuslicher Gewalt anzubieten.

Neben unserem Beratungsangebot leisten wir Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit in Thüringen und informieren zum Thema Gewalt gegen Männer in engen sozialen Beziehungen.

Das Projekt A4 ist solidarisch mit allen Opfern von Gewalt. Ein Unterstützungsangebot für männliche Betroffene von Gewalt in engen sozialen Beziehungen ist eine notwendige und zeitgemäße Ergänzung zu entsprechenden Angeboten für Frauen (wie Frauenberatungsstellen, Frauenzentren und Frauenhäuser) und steht nicht in Konkurrenz zu diesen.

Das Projekt A4 ist ein Angebot des Vereins „Vereint gegen Gewalt e.V.

Wir werden gefördert vom Freistaat Thüringen (Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen, Familie)

Die Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann des Freistaats Thüringen Gabi Ohler

Gewalt darf in keiner Form übersehen werden.

„Gewalt in Partnerschaften kann von beiden Seiten ausgehen. Nicht nur Männer, sondern auch Frauen schlagen, setzen ihre Männer psychologisch unter Druck oder verfolgen sie nach beendeter Beziehung. Aber wenn es schon für Frauen nach fast vier Jahrzehnten Frauenhausarbeit schwierig ist, den privaten Raum zu verlassen und sich Fremden zu öffnen, ist dies für Männer oft um vieles schwerer.

Noch immer zeichnet das gesellschaftliche Bild Männer nicht schwach und hilfsbedürftig.
Vielmehr verlangt das herkömmliche Rollenverständnis nach wie vor, dass Männer ihr Leben im Griff haben und schon gar nicht ihrer Partnerin unterlegen sind. Hilfe zu benötigen ist noch viel zu oft mit der Vorstellung des Versagens verbunden. Männer müssen lernen, dass Gewalt in keiner Form akzeptabel ist: auch diejenige nicht, die ihnen selbst angetan wird.

Bei Gewalt gegen Männer gibt es noch viel Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zu leisten. Das Projekt A 4 hat hier seine zentrale Aufgabe: Männer zu ermutigen, sich ihrer schwierigen Beziehungskonstellation zu stellen und eben nicht alles mit sich allein auszumachen, Netzwerkpartnerinnen und -partner zu gewinnen, die ihrerseits gewaltbetroffene Männer erreichen und weitervermitteln, Beratung und Schutz anzubieten.

Es ist aber nicht allein Aufgabe der betroffenen Männer, ihr Verhalten zu ändern. Als Gesellschaft müssen wir umdenken und jegliche Gewaltform stigmatisieren – auch von Frauen gegen Männer. Es gilt, ein differenziertes Männerbild zu entwickeln, das Männer in ihrer ganzen Vielfalt akzeptiert: mit ihren Stärken und Fähigkeiten ebenso wie ihren Schwächen und Unterstützungsbedarfen.“