Über Projekt A4
Projekt A4 ist die einzige Fachberatungsstelle für Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, in Thüringen. 2017 gründeten vier Frauen aus dem Vereint gegen Gewalt e.V. ist das Angebot als Pilotprojekt – mittlerweile ist es gesetzlich verankert und wird von der LAG Jungen- und Männerarbeit Thüringen e.V. getragen. Gemeinsam möchten wir ein gleichstellungsorientiertes, profeministisches und zeitgemäßes Bild von Männlichkeit mitgestalten. Wie es dazu kam, wer heute dahintersteht und was uns ausmacht, lesen Sie hier.
Warum A4?
Der Name A4 hat eine doppelte Bedeutung.
Zum einen verweist er auf die Anfänge des Projekts: Unsere Beratungsstelle mit Sitz in Jena liegt direkt an der Autobahn 4 – hier bot das Projekt erstmals in Thüringen geschlechtsspezifische Fachberatung für männliche Betroffene häuslicher Gewalt an (siehe „Geschichte und Wegmarken“).
Zum anderen stehen die vier A für die Schritte, die unsere Beratung prägen:
Anrufen (oder anschreiben) – der erste Kontakt, ganz unverbindlich.
Ankommen – in der Beratung ankommen, ohne Angst vor Bewertung.
Anhören – wir hören zu, in Ihrem eigenen Tempo.
Aktiv werden – gemeinsam konkrete Wege aus der Krise entwickeln.
Geschichte und Wegmarken des Projekt A4
Schwerpunktthemen:
Beratung für Männer als Betroffene von häuslicher Gewalt
Unser Beratungsangebot bietet Männern, die von Gewalt betroffen sind, eine vertrauliche und bewertungsfreie Anlaufstelle. Wir unterstützen Sie dabei kostenfrei und auf Wunsch anonym. Gemeinsam sortieren wir das Erlebte und finden konkrete Wege aus der Krise. Denn egal ob körperliche, psychische oder häusliche Gewalt: Wir hören zu und begleiten Sie in Ihrem eigenen Tempo.
Mehr zur Beratung
Netzwerkarbeit gegen häusliche Gewalt in Thüringen
Netzwerkarbeit sorgt dafür, dass betroffene Männer ohne Umwege Hilfe finden. So verweisen Polizei, Kliniken oder Ämter Betroffene direkt an das Projekt A4. Da Gewalt gegen Männer noch immer schambesetzt ist, verbinden wir Schutz, Rechtsberatung und Fachtherapie zu einer verlässlichen, vertraulichen Hilfskette. Gemeinsam mit unseren Partner*innen in regionalen Netzwerken machen wir Hilfe für Männer sichtbar und bauen gesellschaftliche Hürden gezielt ab.
Öffentlichkeitsarbeit & Sensibilisierung
Mit unserer Sensibilisierungs- und Öffentlichkeitsarbeit machen wir das Tabuthema Gewalt gegen Männer sichtbar und bauen gesellschaftliche Vorurteile ab. Dabei klären wir auf und schulen Fachkräfte, um das Gespür für betroffene Männer zu schärfen und Hürden im Hilfesystem abzubauen. Unser Ziel: Wir nehmen die Scham und ermutigen Betroffene, Unterstützung ohne Bedenken anzunehmen.
Unser Team
Wir sind ein Team aus 3 Mitarbeitenden. Im Projekt arbeiten derzeit eine Frau und zwei Männer aus sozialpädagogischen und psychologischen Berufsfeldern.
- David Reum, Sozialpädagogik B.A., Gesellschaftstheorie M.A., Trennungs – und Scheidungsberater nach FamFG, Systemisch integrativer Coach
- Hagen Bottek, Dipl.-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge, Systemischer Paar- und Familientherapeut (DGSF), Systemischer Supervisor (SG), Anti-Aggressions-Trainer (ISS e.V.)
- t.b.a.